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Wasserversorgung der Römer in Tunesien Unweit Tunis in Richtung Le Kef liegt eine kleine den meisten unbekannte römische Stadt. Sie erreichen diese Stadt wenn Sie von Tunis aus durch Bourj el Amri hindurch fahren und dann nach einigen Kilometern links abbiegen in Richtung Drijet. Von Drijet aus fahren sie dann in Richtung Berge, es sind von hier noch etwa drei oder vier Kilometer, es ist aber nicht zu empfehlen diese Strecke während der Regenzeit zu befahren. Als Orientierung : in Drijet am Wasserturm nach links auf die Piste. |
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| Bild 1 Wasserfangmauer und Putzreste am Boden |
| Von weiteren kann man schon die Wasserfangmauer an der Nord-Seite der Bergkuppe er erkennen. Kurz vor Drijet fahren sie an den Ruinen der römischen Stadt Thabula vorbei. Sichtbar sind aber nur noch die Zisternen und Reste eines Gebäudekomplexes. Bei dem Gebäude komplexe scheint es sich um eine Basilica zur handeln. Sie fahren auf der Piste immer gerade aus bis zu einer hoch Ebene, von hier aus können Sie in die römische Stadt schon von weitem erkennen. Der Name der Stadt wurde uns als Municipium Septimium über lieferten. Sie finden in der ganzen Umgebung in dieser Stadt römische Ruinen Felder. |
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| Bild 2 Wasserfangmauer |
| Vor der Stadt finden wir mehrere Gebäude Reste die mehrfach umgebaut wurden und in denen wir auch eine Inschriften für Jovanus finden. Bei der Inschrift handelt es sich um eine Weihinschrift für ein Gebäude. Eine zweite Inschrift wurde als Türzarge verbaut. Die ganze Umgebung der Stadt war dicht besiedelt und man findet noch überall Zeugen dieser Besiedelung in der Antike. Heute treffen sich kaum einen Menschen hier außer ein paar Schafhirten und ein paar Kleinbauern die hier ihr Leben fristen. des Stadtgebiet erstreckt sich von der Berg kuppe bis runter zum Wadi. auf der Ost Seite etwas unterhalb der Berg kuppe befindet sich das Stadtzentrum mit Forum und einem Tempel, von dem Tempel ist nur noch das Fundament erhalten geblieben die Säulen und die Kapitäle liegen unterhalb des Tempels zerstreut. Des Tempels ist vermutlich 150 nach Christus entstanden. Um einen Treppenaufgang für diesen Tempels zu bauen mußte man einen tiefer gelegenen Raum mit Sand und Steinen verfüllen, dieser Raum ist jetzt zum Teil wieder frei und man kann an den Wänden Stuckarbeiten arbeiten und Farbreste erkennen. Teile des Forums worden um die Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts freigelegt. |
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| Bild 3 Forum mit Reste eines Tempels |
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Die römische Bergstadt Municipium Septimium wurde zu einem großen Teil mit Oberflächenwasser versorgt. Die genutzte Fläche befindet sich an der Nord-West- Seite des Stadtberges und beträgt ca. 18.000 qm. Das ergibt bei 10 mm Niederschlag etwa 180 cbm Wasser. Das Regenwasser wurde durch zwei Fangmauern mit leichten Gefalle zu einem Sandfangbecken geleitet und dann weiter durch einen Kanal in zwei Zisternen mit einem Vorflutbecken. Die zweite Fangmauer wurde errichtet, um den Druck bei starken Regenfällen auf die untere Mauer zu mindern. Die Anlage wird durch eine ca. 60 m lange Schutzmauer, die zum Bergkamm läuft, und eine, auf dem Bergkamm laufende, Mauer vom Stadtbereich abgeschirmt und vor Verunreinigung durch Mensch und Vieh geschützt. Die Wassersammelflächen, außer an dem freiliegenden Gebirge, sind angeputzt, um größere Verunreinigungen und das Einsickern zu verhindern. Auf dem Bergkamm befinden sich Fundamentreste, die darauf hindeuten, dass sich hier ein kleiner Wachtturm oder Gebäude befunden hat. Hier saß vielleicht ein Curator aquarum, um die Anlage zu überwachen. Die Anlage wird vermutlich im zweiten Jahrhundert entstanden sein und deutet daraufhin, daß die klimatischen Verhältnisse sich im wesentlichen nicht verändert haben. |
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| Bild 4 Zisternen |
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Bild 51 Zisternen 2 Zulauf in das Vorflutbecken 3 Sandfang 4 Wasserfangbecken 5 Trennmauer auf den Gipfel 6 Wärterhaus 7 obere Fangmauer 8 untere Fangmauer |
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Regenwasser nach Vitruv Das Regenwasser ist deswegen am gesündesten, weil es aus einer Auswahl der allerleichtesten und feinsten Teilchen aus allen (Quellen bestellt, welche, vermittelst der Bewegung der Luft geläutert, vom Sturme zusammen gedrückt, in Tropfen auf die Erde herabfallen. Es regnet nicht so häufig in der Ebene, als im Gebirge und in dessen Nachbarschaft Die Ursache ist diese: Die Dünste, welche .beim Aufgange der Sonne von der Erde aufsteigen treiben, nach welcher Himmelsgegend sie auch ziehen, die Luft vor sich hin. Indem sie. sich fort bewegen, lassen sie hinter sich eine Leere, welche sofort von zuströmender Luft wieder ausgefüllt wird. Diese herzuströmende Luft treibt hinwiederum die vor ihr herziehenden Dünste und erzeugt also, nach Beschaffenheit der Umstände, sanfte Lüfte —spirilus,— Windstöße —Impetus—- oder Stürme -—undae crescentes venlorum. — Überall aber, wo der Wind wehet, entführt er aus den Quellen, Flüssen, und Sümpfen und aus dem Meere, wann die .Sonnenhitze darauf ruhet. Dunstbläschen und bildet oben in dem Luftkreise.. Wolken daraus. Stoßen nun die. Wolken, im Kampfe mit dem Luftstrome, gegen Gebirge, so zerplatzen sie ihrer Fülle und Schwere wegen, und ergießen sich also in Regen auf die Erde. |
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| Bild 6 Zisternen |
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2004 Uwe Bigalke |